März 10th, 2008

Re: Spiele (OT) - Microsoft kauft weiteres Spiele-Entwickl…

Posted in Allgemein by admin

> DeeKay schrieb am 19. Juni 2000:
> > > Wieso? Was konnte man denn da so schlimmes sehen, unter der
> > HAube?
> > üble Kleinigkeiten wie die unmöglich belegten Cursortasten,
> > die Koppelung von Tastatur und Jostickeingängen oder die recht
> > eigenwillige Organisation des Bildspeichers im Grafikmodus
>
> Eigenwillig, aber zu der Zeit ungeschlagen!..
beim Sound gebe ich dir Recht, ansonsten komme ich im
direkten Vergleich mit dem Atari800, der ja immerhin
ca. 2(?) Jahre älter war, auf ein hardwaremäßiges
Unentschieden
> Hardware-sprites
auf dem C64 bunter und einfacher zu bewegen
auf dem ‘kleinen’ Atari bessere Kollisionsionserkennung
> 16 Farben, 320*200 Auflösung, Multicolor
Atari: je nach Auflösung bis 128 Farben
(max. 320*200 monochrom, 160*200 4-farb
80*200 16-farb aus 128, Palette zeilenweise änderbar)
linearer Bildspeicher, Rasterinterrupt
und Auflösung/Modus zeilenweise
> und Hardware-scrolling
IMHO auf dem Atari wesentlich besser gelöst,
auf jeden Fall aber auch vorhanden !
> waren damals der Hammer!
ja, aber das gilt für beide Systeme
> Die Koppelung von Tastatur und Joystick über die CIAs hab ich noch
> nie
> (und niemand den ich kenne!) als Nachteil empfunden, im Gegenteil:
> MAn
> konnte auch mal (etwas umständlich aber es ging) zocken, wenn ein
> Joystick fehlte! 8) > Und zu den “unmöglich belegten” cursortasten:
> Damit kann man wunderbar klar kommen, es gibt sogar Leute, die
> damit
> BILDER pixeln! >:-)
> Siehe: http://mermaid.c64scene.org/pix/c64gallery.html
> …alles komplett per cursortasten gemacht! 8) Entschuldige bitte, man kann auch wunderbar damit klarkommem,
das auf der deutschen XT-Tastatur der Backslash nur über
ALT [Ziffenblock]9 [Zifferblock]6 eingegeben werden kann
aber zwei Richtungen direkt und zwei über Shift anzubieten
ist weder intuitiv noch ergonomisch, auch wenn die neuronalen
Netze in unseren Gehirnen flexibel genug sein mögen, sich
an so etwas anzupassen
> > einen Basic/Operatingsystem-Mischmasch, in dem die ach so
> > groß angepriesenen (und durchaus auch vorhandenen)
> > Sound- und Grafikfähigkeiten nur durch Peek- und Poke-
> > Orgien zum Leben erweckt werden konnten
>
> Häh? es *gibt* kein OS (in der klassischen Definition!) auf dem
> 64er!..
> Es gibt einen BASIC-Befehlsinterpreter und fertig!
> Wo ist der Punkt?
genau das ist der Punkt, oder willst du das etwa als Vorteil
hinstellen?
mal abgesehen davon, das das Basic von den 80xx Modellen
‘geerbt’ war und von den durchaus beeindruckenden Hardware-
Möglichkeiten nichts, aber auch gar nichts dem Normalanwender
zur Verfügung gestellt hat…
> > keine Boot-Fähigkeit
> Der C128 hatte eine… hat sie JE irgendjemand genutzt? <:-)
LOAD "...",8,1 : RUN -> ROTFLOL !!!!
Eigenwillig und bis heute ungeschlagen!
> > eine erstaunlich langsame (aber hochintelligente) Floppy
> Parallelkabel (SpeedDOS)
die Atari-Transfergeschwindigkeit konnte man durch Austausch
der Floppy-Roms auch noch einmal drastisch erhöhen
das ist aber kein Feature der Grundausstattung und somit
kein Pro-Argument für das jeweilige System
>
> > reicht das für den Anfang?
>
> Nein. du hast den legendären SID vergessen! 8) Was war da so
> schlimm
> daran? eine völlige Innovation: Frei programmierbarer Synthesizer
> mit 4
> Stimmen (eine DIGI), Hüllkurven und Filter! 8) Punkt für dich, dahinter muß sich der Pokey mit seinen
vier FM-Stimmen mit 8-Bit Frequenzauflösung und 4-Bit
Amplitude verstecken
(obwohl durch Kopplung zweier Kanäle ein Frequenzbereich
von unter ein Herz bis über 30kHz mit 16bit-Auflösung möglich
war)
Aber auch hier wieder: keine Unterstützung im Basic, statt
dessen fröhliches Peek und Poke
und dann noch die Bezeichnung 64 für 64kB Speicher,
von dem aber Teile gar nicht nutzbar waren
noch weiter pervertiert im C128 mit Y-Splitting
gegenüber paging beim Atari130XE
(d.h. die ersten n KB sind gemeinsamer Speicher der
beiden Bänke und somit zur Hälfte verschwendet, gegenüber
‘beliebig vielen’ 4KB pages in einem 16KB Segemnt, d.h.
die Ansteuerlogik des XE wird heute bis 1MB genutzt)
und (weil ich es mal wieder nicht lassen kann):
der C64 hatte die meines Wissens *langsamste* 6502-CPU
seiner Klasse!
>
> > als der C64 angekündigt wurde, habe ich mir in den A***
> > gebissen, weil ich gerade meinen Atari800 bezahlt hatte,
> > später war ich froh darüber
> > ein Hardware-Vergleich der beiden Systeme läuft IMHO auf
> > ein Unentschieden hinaus, Software- und Systemkonzept
> > dagegen waren beim ‘kleinen’ Atari ungeschlagen
> > -> klare Trennung zwischn Basic und Betriebsystem, Grafik-,
> > Sound- und Joystick-Unterstützung im Basic, ein UNIX-
> > artiges Gerätetreiberkonzept (soweit auf eine Single-Tasking
> > Maschiene mit ausschließlich absoluter Adressierung abbildbar),
> > klar definierte Betriebsystem-Einsprünge, SCSI-artiger serieller
> > Gerätebus
> >
> > ich habe auf dem Ding eine Menge gelernt, was mir auf dem
> > C64 verschlossen geblieben wäre, z.B. Gerätetreiber schreiben
> > der Umstieg in die UNIX-Treiberentwicklung war so innerhalb
> > einer Woche möglich …
>
> Schön. Deswegen ist aber trotzdem am c64 nichts auszusetzen! >:-)
und auch nicht am ZX Spectrum, am Schneider CPC oder den
verschiedenen MSXen
um zum urspr. Thema zurückzukommen: auch MS-Software erfüllt in
vielen Bereichen ihren Zweck und ist auf einigen Gebieten durchaus
auch mal Klassenbester
daraus aber einen Zustand der alleinigen Glückseligkeit abzuleiten
halte ich bei Windows und Co. für genauso übertrieben wie dereinst
beim C64
> Wenn du die VERARBEITUNG moniert hättest hätt ich ja gesagt, die
> war
> bei Commodore teilweise wirklich fürn Arsch, ich denk da an die
> bekannten kalten Lötstellen die sehr oft im 1084 waren!…
die hat sich allerdings bei Atari über die Jahre auch nicht gerade
verbessert, insb. bei den TV-Modulatoren der XL/XE galt wohl das gute
alte Einkäufermotto:
“Taugt zwar nicht, ist aber _billig!”

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