Re: F.E.A.R. - Die besten Spiele der Games Convention 2…
Yep… für *mich* sind die *interessantesten* Spiele nicht
diejenigen wo es darum geht das nächste Weaponupgrade
oder den nächsten Wagen zu bekommen (obwohl die auch
ihren Reiz haben können), sondern das “richtig komplexe”
Zeug, wo man weiterspielt weil es noch 5 offene Handlungs-
stränge und 27 offene Fragen gibt, und das alles obwohl
man ständig irgendwas dazulernt — nur bedeuten neue
Antworten dann oftmals wieder neue Fragen.
Das sind für mich echte interaktive Filme — die Autoren
haben zwar mit viel Mühe eine ausgefeilte Story aufgebaut,
aber anders als in einem Film (oder eher TV-Serie bzw.
Anime — Filme sind mit 1,5 Stunden halt doch arg kurz)
sitzt man nicht faul im Sessel und schaut sich an was der
Autor sich so ausgedacht hat, sondern man steckt *drin*.
“Mittendrin statt nur dabei” — dieser Spruch bei einem
Fernsehsender ist doch einfach nur lächerlich: ich war noch
nie in einem Film oder einer Serie so “drin” wie z.B.
bei Deus Ex.
Das sind aber natürlich auch die Spiele die schwer zu
entwickeln sind: einen Multiplayer Deathmatch Shooter
kann jeder machen, aber zu einem Story-basierten Spiel
gehört ein (oder ein Team?) Schreiber die sich mit Spielen
auskennen (um eben auch integrierte Seitenstränge und
Handlungsoptionen unterzubringen — etwas das bei Buch
und Film nicht möglich ist), *Schauspieler* die den
AI-Charakteren ihre Stimme leihen, eine vernünftige AI
für die AI-Charaktere die das “I” auch verdient,
auflockernde Videosequenzen zwischendurch, die
richtige Musik zur Handlung… und natürlich irgendwelche
Gags
Die Bezeichnung “Shooter” wird heute auch oftmals eher
einseitig verwendet — aber hinter einem “Shooter” kann
sich ein primitives Quake (früher: “Shoot-Em-Up”) ebenso
verbergen wie ein Deus Ex (früher: “Adventure”.
Christian
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